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Grasland Feuer-Index

Kurzbeschreibung des Grasland-Feuerindexes

Der GLFI beschreibt die Feuergefährdung offenen, nicht abgeschatteten Geländes mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. Hilfsweise kann der GLFI auch angewandt werden auf gelbreife Getreidefelder bzw. Stoppelfelder. Die Berechnungen werden nur während der Feuersaison aktualisiert.

Bei der gegenwärtigen Modellversion handelt es sich um ein vollautomatisches Rechnerprodukt, das auf stündlich aufgelöste Zeitreihen verschiedener meteorologischer Parameter von Stationen des DWD-Messnetzes zurückgreift.

Ebenso wie bei dem für Waldlandschaften gültigen M68-Index wird das witterungsbedingte Feuerrisiko durch fünf Stufen quantifiziert:

Gefährdungsstufe12345
Beschreibungsehr geringe Gefahrgeringe Gefahrmittlere Gefahrhohe Gefahrsehr hohe Gefahr

 Ausgegeben wird lediglich der 12-UTC-Wert des Indexes!

Der GLFI berücksichtigt gefahrenmindernde Wasserbeläge durch Taubildung, Niederschlagsinterzeption und Schnee, sowie die Streu- und Bodenfeuchte und die für die Laufgeschwindigkeit der Feuerfront maßgebliche Windgeschwindigkeit.

Eine geringe Gefahrenstufe ist zu erwarten bei hoher Streufeuchte und geringem Wind sowie bei Benetzung, eine hohe Gefahrenstufe dagegen bei niedriger Streufeuchte und hoher Windgeschwindigkeit.

Das Produkt "Grasland-Feuerindex" wird im Zeitraum März bis Oktober angeboten. Der Zeitraum kann im aktuellen Jahr in Abhängigkeit von der Witterung unter- oder überschritten werden.

Achtung:

Im Vergleich zum M-68-Index wird häufig ein höheres Feuerrisiko angezeigt, da unter Freilandbedingungen Strahlung und Wind einen stärkeren Einfluss auf die Verdunstung und damit auf den Wassergehalt der toten Biomasse besitzen. Indexanstiege um drei Stufen sind in seltenen Fällen möglich !

Quelle: Deutscher Wetterdienst